PageRank ist ein Maß, mit dem die Suchmaschine Google die „Wertigkeit“ von Webseiten einschätzt. Bis 2016 wurde dieser PageRank noch veröffentlicht und war vor allem in den Jahren davor ein ganz großes Ding. Heute kennt niemand mehr seinen PageRank. Ist er damit unwichtig geworden?

Einige werden sich an diese kleinen grünen Balken erinnern, die man sich noch vor einigen Jahren zu jeder Website anzeigen lassen konnte, wenn man die Google Toolbar in seinem Browser installierte.

Je länger der Balken war, desto „wertvoller“ war die Website. Entsprechend war jeder darauf aus, den längsten Balken zu haben.

Der maximal erreichbare PageRank (PR) betrug 10. Die meisten schafften aber nur 3 bis 5 und waren trotzdem mächtig stolz.

Denn der PageRank war wichtig, wenn es um den Linktausch ging. So ab 3 aufwärts sollte man schon zu bieten haben, wenn man als ernsthafter Tauschpartner wahrgenommen werden wollte.

Der Grund: PageRank wurde „vererbt“. Diese Vererbung bedeutet, dass die eigene Website von dem hohen Ansehen der anderen Website ein bisschen abbekommt.

Den eigenen PageRank steigern wurde deshalb von vielen als wichtigste Aufgabe gesehen.

Schon damals war der PageRank allerdings nicht der einzige wichtige Faktor. Denn im Google-Ranking konnte ohne weiteres eine Seite mit einem PageRank von 3 vor einer Seite mit PR 5 stehen.

Der öffentliche PageRank ist Geschichte.

Seit Google den PR nicht mehr veröffentlicht, ist der Hype vorbei.

Das bedeutet aber nicht, dass es keinen PageRank mehr gibt. Intern bei Google wird weiterhin solch ein Wert berechnet.

Nur erfahren wir hier draußen eben nichts mehr davon.

Ob öffentlich oder geheim: Was wir über den heutigen PageRank wissen

Beim PageRank geht es darum, Seiten im Internet aufgrund ihrer Verlinkung zu bewerten. Er basiert auf einem Patent von Larry Page(!) und Sergei Brin, den Gründern von Google, und ist seit 1997 Basis für die Funktionsweise der Suchmaschine.

Grundüberlegung: Je mehr Links auf eine Webseite zeigen, desto wichtiger ist diese Seite. Jede Seite eines Webauftritts hat ihren eigenen PageRank. Im Normalfall ist der PR der Homepage am höchsten, er sinkt mit jeder Verzeichnisebene.

Wenn eine Website aber eine besonders populäre Unterseite hat, kann deren PageRank durchaus auch höher sein als der der Homepage (=Startseite).

Der PageRank wird an Seiten vererbt, auf die von einer Website aus verlinkt wird. Eine Website mit einem hohen PR vererbt mehr als eine Website mit einem sehr niedrigen PR.

Je mehr Links auf eine Website zeigen, desto höher ist der PageRank dieser Website. Das gilt besonders, wenn die verlinkenden Seiten ebenfalls einen hohen PageRank haben.

Wer es ganz genau wissen will, findet hier den Algorithmus des PageRanks.

In der Praxis der Suchmaschinenoptimierung ist es heute so, dass der PageRank nur noch einer von vielen Faktoren ist, die für die Bewertung einer Website durch Google genutzt werden. So haben heute Nutzersignale – die früher einfach noch nicht erfasst werden konnten – eine viel stärkere Bedeutung.

Anhand von Nutzersignalen erkennt die Suchmaschine die tatsächliche Zufriedenheit von Nutzern mit einem Suchergebnis. Zudem können Nutzersignale nicht so leicht manipuliert werden wie der PageRank. Speziell diese Manipulationen in der Suchmaschinenoptimierung – zum Beispiel durch Kaufen von starken Links – störten Google massiv und waren sicher einer der Gründe dafür, den PageRank nicht mehr öffentlich anzuzeigen.

Auch ohne PageRank kann man Webseiten optimieren

Die beste Strategie für eine erfolgreiche Website hat sich auch durch Wegfall des öffentlichen PageRanks nicht geändert: Man fährt am besten, wenn man nicht nur auf irgendwelche Ranking-Faktoren schaut, sondern sich vor allem darum kümmert, eine gute Website für die eigenen Besucher zu schaffen.

Die Wertschätzung durch Google steigt dann durch die positiven Nutzersignale von ganz allein. Und die Platzierung im Suchergebnis auch.

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