Im Internet geht es um den ersten Eindruck und darum, Besucher möglichst lange auf Ihrer Website zu halten. Wer sofort wegklickt, weil ihm irgendwas nicht zusagt, ist als Kunde verloren. Eine gute Website-Konzeption hilft dabei, Besucher zu binden und zu Kunden zu entwickeln.

Keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck

Wie empfängt Ihre Website die Besucher? Wie schnell findet man sich zurecht? Wie logisch sind die Wege aufgebaut, die Ihre Webbesucher nehmen? Findet man das, was man sucht? Wird man dazu animiert, seine Kontaktdaten zu hinterlassen? Nur ein paar Details, die für ein Website-Konzept essentiell sind – egal, ob für den Website-Relaunch oder für eine neue Website.

Die Bausteine für gute Websites

Viele Elemente finden sich praktisch auf jeder Website und können deshalb als Grundbausteine von Websites betrachtet werden.

  • Ein Look oder ein Design: Gehört zu den Elementen, die am schnellsten darüber entscheiden, ob Besucher bleiben oder gleich wieder weg sind. Sollte Ihr Unternehmen ideal repräsentieren und möglichst eigenständig sein.
  • Content: Texte, Bilder, Videos, die dem Informationsbedürfnis Ihrer Besucher entsprechen. Content vermittelt Ihr Unternehmen, Ihre Angebote und Produkte, kann den Besucher aber auch mit weitergehenden Informationen versorgen. Zum Beispiel in Form von Fachartikeln.
  • Kontaktmöglichkeiten: Von einer einfachen Kontaktseite bis hin zu angepassten Call-to-actions geht die Bandbreite. Wichtig ist, dass die Kontaktaufnahme selbstverständlich erscheint und leicht gemacht wird.
  • Maßnahmen zur Besucherbindung: Durch Goodies, die Sie im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse rausgeben, können Besucher an Ihre Website gebunden werden. Beispielsweise in Form eines Newsletters.
  • Elemente, die Sie von Ihren Wettbewerbern unterscheiden: Was auch immer das sein kann, denken Sie zumindest intensiv darüber nach. Schlaue Alleinstellungen können einen ganz großen Unterschied machen. Selbst wenn Sie früher oder später kopiert werden, weiß man im Markt doch, dass Sie der Pionier waren.

Ihre Zielgruppe bestimmt die Auswahl an Inhalten

Was auf Ihre Website gehört, ergibt sich meist automatisch, wenn Sie Ihre Zielgruppe und Ihr Angebot betrachten. Für diese Zielgruppe konzipieren Sie die Website. Das gelingt übrigens viel einfacher, wenn Sie sich eine bestimmte Person der Zielgruppe möglichst konkret visualisieren und sich dann künftig vorstellen, für genau diese Person eine Website zu konzipieren. (Je nach Zielgruppe können das auch mehrere Personen sein.)

Schreiben Sie auf, was aus Sicht der Zielperson auf die Website gehört und geben Sie den Punkten später eine Reihenfolge, die Wichtigkeit und zeitlicher Abfolge entspricht.

Die Reihenfolge hat Einfluss darauf, wo welches Element am besten auf der Website untergebracht wird.

Bedenken Sie aber auch, dass Sie im Normalfall nicht wissen, über welche Seite des Webauftritts der Einstieg erfolgt. Die Homepage ist nicht immer die erste Seite, die man besucht, gerade dann, wenn man über Suchmaschinen kommt.

Das muss die Website-Konzeption berücksichtigen und darf nicht von vorgeplanten, idealen Abläufen ausgehen.

Aus der Struktur entsteht die Sitemap

Eine Sitemap ist ein Plan dafür, wie die verschiedenen Inhalte auf Ihrer Website organisiert werden. Unabhängig davon, über welche Unterseite der Besucher einsteigt und was seine Interessen sind, muss er in der Lage sein, sich sicher durch die Website zu bewegen.

Dabei hilft ihm die Menüstruktur als sichtbares Navigationsinstrument durch die Seitenstruktur.

Wichtiges ist dabei präsenter als weniger Wichtiges.

Gleichzeitig muss eine gute Seitenstruktur auch das Entdecken fördern, muss immer wieder zum nächsten Klick verlocken. Website-Besucher lassen sich ungern in ein festes Gerüst pressen, sie wollen sich frei bewegen und immer wieder Interessantes entdecken können.

Vom Überblick zum Detail

Für die Organisation Ihrer Informationen sollten Sie von unterschiedlichen Informationsbedürfnissen ausgehen, die einer Tiefenstaffelung auf der Website entsprechen. (Tiefe bezieht sich dabei darauf, mit wie vielen Klicks ich die Information erreichen kann.)

Ihre Startseite oder Homepage transportiert lediglich die zentralen Botschaften und dient als Schnittstelle in tiefere Informationsebenen hinein.

Ein Beispiel: Auf der Homepage wird der zentrale Nutzen Ihrer Dienstleistungen oder Produkte kurz präsentiert. Von dort kommt man über Verlinkungen zu genaueren Beschreibungen und zusätzlichen Details.

Eine weitere Ebene, kann sich beispielsweise ganz grundsätzlich mit der Nutzung Ihrer Dienstleistungen befasst. Dies kann z.B. durch Hintergrundartikel geschehen, die in Form eines Blogs zusammengefasst sind. Für besseren Überblick lassen sich dabei noch einmal Themen übersichtlich zusammenstellen.

Über diese Ebenen gelingt es, die verschiedenen Informationsbedürfnisse potenzieller Kunden anzusprechen. Diese entwickeln sich über die Zeit von ganz allgemeinem Interesse hin zu einem Bedarf an Wissen über Details Ihrer konkreten Angebote.

Gutes Webdesign folgt der Funktion

Die Aufgabe von Webdesign ist es nicht, kreativ zu sein. Webdesign darf gerne auch gut aussehen, vor allem aber soll es klar und eindeutig sein. Besonders Standards, an die sich alle gewöhnt haben, sollte man nur aufgeben, wenn man eine sehr gute Begründung dafür hat.

So steht beispielsweise ein Logo immer oben links, das ist einfach so gelernt, dort erwartet man es. Wer zudem das Logo auf jeder Seite so verlinkt, dass man mit einem Klick darauf auf der Homepage landet, erfüllt einen weiteren Standard, den man einfach erwartet.

Wenn Ihr Unternehmen einen Slogan, ein Motto oder einen Claim hat, gehört diese Botschaft idealerweise in die Nähe des Logos.

Das Menü befindet sich am besten ebenfalls oben oder im linken Bereich. Ganz einfach, weil das so von den meisten Websites bekannt ist und gut funktioniert.

Bitte bei der Benennung von Menüpunkten nicht kreativ werden, sondern mit dem Kopf des Besuchers überlegen, welche Bezeichnungen der Menüpunkte dieser benötigt, um sich zurecht zu finden.

Ein mehrspaltiges Layout kann dabei helfen, Inhalte übersichtlicher zu strukturieren. Dabei muss dann aber eindeutig sein, welche Spalte den zentralen Inhalt transportiert und was nur ergänzende Funktion hat.

Wichtig ist, dass ein gutes Webdesign frei mit dem Content fließen kann und Sie nicht zu sehr einengt. Wenn das Webdesign beispielsweise nicht flexibel in punkto Textmengen ist, dann ist es meist kein gutes Webdesign.

Bilder sollte man nicht nur einsetzen, „weil man das halt so macht“. Stattdessen sollten Bilder die Aussagen Ihrer Website stützen und ergänzen. Zudem ermöglichen Bilder eine Emotionalisierung und können durch geschickte Auswahl stark zur Einzigartigkeit eines Unternehmenserscheinungsbilds beitragen.

Ein ganz wichtiger Bereich ist der Footer einer Seite. Statt ganz unten eine Seite einfach enden zu lassen und darauf zu hoffen, dass der Besucher wieder nach oben scrollt, sollten Handlungsmöglichkeiten angeboten werden. Im Fußbereich ist der richtige Platz, um Inhalte anzuteasern, die zu dem gerade gelesenen passen. Auch ein Autoren-Hinweis ist hier gut aufgehoben. Hier kann auch ein Call-to-action hin und ein Link zu den Kontaktdaten.

Gesetzliche Vorgaben besser beachten

Auch der Gesetzgeber hat einige Anforderungen an Ihre Website. So ist es Pflicht, dass Sie ein Impressum und Datenschutzhinweise auf der Site haben. Diese dürfen nicht versteckt sein, sondern müssen über einen leicht aufzufindenden Link über jede Unterseite direkt erreichbar sein. Details regeln das Telemediengesetz (TMG) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDG). Wenn Ihnen die Materie zu trocken ist: Fragen Sie einen Anwalt oder nutzen Sie einen Impressumsgenerator, den manche Anwälte kostenlos im Internet anbieten.

Kontaktanbahnung ist Pflicht

Potenzielle Kunden, die Ihre Website einmal besuchen und später nicht mehr zurückfinden, nutzen Ihnen nichts. Sie sollten deshalb anstreben, diese im Moment interessierten Besucher so zu binden, dass Sie ihnen auch später noch Informationen schicken können.

Interaktionsmöglichkeiten, auch Call-to-Action genannt, sind deshalb so wichtig für erfolgreiche Websites.

Das Minimum ist die sogenannte Kontaktseite. Denken Sie zusätzlich darüber nach, Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf jeder Seite zu präsentieren, beispielsweise im Kopf- oder Fußbereich der Website.

Besser funktioniert ein auffällig gestalteter Call-to-Action, der an strategisch passender Stelle im Content den Besucher aktiv zu einer Aktion auffordert. Wenn es im Gegenzug für diese Aktion eine kleine Belohnung gibt, arbeitet ein Call-to-Action noch besser.

Auf diese Art tauschen Sie z.B. ein E-Book gegen die E-Mail-Adresse Ihrer Besucher und haben so die Chance, über einen Newsletter langfristig Ihre Kompetenz zu beweisen.