Bei meinem Website-Check sehe ich immer wieder einen Fehler, der Abmahnungen ausgerechnet dort einbringen kann, wo man am wenigsten damit rechnet.

Seit der DSGVO und ihrer Cookie-Richtlinie sind Website-Betreiber verpflichtet, auf Cookies auf der Website hinzuweisen. Selbst dann, wenn die Website gar keine Cookies nutzt. Der Besucher muss über einen Klick bestätigen, dass er den Hinweis gelesen hat und in die Nutzung von Cookies einwilligt.

Was sind überhaupt Cookies? Cookies sind Datensätze, die durch besuchte Webseiten auf dem Computer des Besuchers gespeichert werden. Sie dienen mir als Texter beispielsweise dazu, diesen Besucher wiederzuerkennen und ihm dadurch Komfortfunktionen anbieten zu können. Zum Beispiel die, nicht auf jeder Seite den Cookie-Hinweis wieder wegklicken zu müssen 😉 Außerdem ermöglichen sie dem Seitenbetreiber eine Analyse des Verhaltens der Besucher auf seiner Website.

Die Information über Cookies erledigt in vielen Fällen ein Popup, das die nötigen Texte präsentiert und den Bestätigungs-Klick des Besuchers ermöglicht.

So weit, so gut. Das Problem: Erstaunlich oft passiert es nun, dass dieses Popup die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben verdeckt. Gemeint sind damit die Links zum Impressum und zur Datenschutzerklärung. Diese müssen nach § 5 Telemediengesetz „stets unmittelbar errreichbar und ständig verfügbar“ sein.

Wenn der Cookie-Hinweis nun über dem entsprechenden Teil der Website liegt, ist diese Vorschrift nicht erfüllt.

Vorsicht: Verdeckte Pflichthinweise sind oft schwer zu erkennen

Oft bemerkt man gar nicht, dass die eigene Website Pflichthinweise verdeckt. Schuld ist das heute übliche responsive Webdesign, das sich an Bildschirmgrößen anpasst.

So kann auf einem Desktop-PC alles ok sein, während auf dem Tablet und auf dem Smartphone die Pflichthinweise verdeckt werden.

So lösen Sie das Problem überraschend einfach

Es gibt einen ganz einfachen Weg, sicherzustellen, dass die Pflichtangaben immer zu lesen sind: Nehmen Sie die Links zum Impressum und zum Datenschutzhinweis einfach in den Content Ihres Cookie-Plugins auf. Dann können die Links selbst dann geklickt werden, wenn das Banner die gesamte Seite verdecken sollte.

Und wenn Sie noch sicherer gehen wollen, bringen Sie die zwei Pflicht-Links nicht nur im Footer Ihrer Website unter (wie es die meisten machen), sondern zusätzlich auch im oberen Bereich.

Prüfen Sie doch gleich mal, ob Ihre Website sicher ist. Oder lassen Sie mich das beim Website-Check erledigen.

Übrigens: Ich bin Texter, kein Rechtsanwalt. Dieser Artikel ist also keine Rechtsberatung, sondern stellt nur meine persönliche Erfahrung dar.