Abmahnung wegen Cookie-Hinweis: Sind auch Sie gefährdet?

Abmahnung durch Cookie-Hinweis: Sind auch Sie gefährdet?
Wie sichtbar ist Ihr Unternehmen im Internet? Website-Check!
Bei meinem Website-Check sehe ich immer wieder einen Fehler, der Abmahnungen ausgerechnet dort einbringen kann, wo man am wenigsten damit rechnet.

Seit der DSGVO und ihrer Cookie-Richtlinie besteht ein Risiko für Website-Betreiber, wenn sie nicht auf Cookies auf der Website hinweisen. Selbst dann, wenn die Website gar keine Cookies nutzt. Der Besucher muss über einen Klick bestätigen, dass er den Hinweis gelesen hat und in die Nutzung von Cookies einwilligt.

Was sind überhaupt Cookies? Cookies sind Datensätze, die durch besuchte Webseiten auf dem Computer des Besuchers gespeichert werden. Sie dienen mir beispielsweise dazu, diesen Besucher wiederzuerkennen (er bleibt aber anonym) und ihm dadurch Komfortfunktionen anbieten zu können. Zum Beispiel die, nicht auf jeder Seite den Cookie-Hinweis wieder wegklicken zu müssen 😉 Außerdem ermöglichen sie Seitenbetreibern eine Analyse des Verhaltens der Besucher auf seiner Website.

Die Information über Cookies erledigt in vielen Fällen ein Popup, das die nötigen Texte präsentiert, den Bestätigungs-Klick des Besuchers ermöglicht und erst dann die durch den Besucher frei gegebenen Cookies speichert. Hier finden Sie mehr Information zur korrekten Einbindung von Cookies.

So weit, so gut. Das Problem: Erstaunlich oft passiert es nun, dass dieses Popup die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben verdeckt. Gemeint sind damit die Links zum Impressum und zur Datenschutzerklärung. Diese müssen nach § 5 Telemediengesetz „stets unmittelbar errreichbar und ständig verfügbar“ sein.

Wenn der Cookie-Hinweis nun über dem entsprechenden Teil der Website liegt, ist diese Vorschrift nicht erfüllt. Bei den modernen Cookie-Consent-Plugins ist dieses Problem im Normalfall prinzipiell ausgeschlossen. Aber es werden eben noch sehr viele alte Plugins eingesetzt, die das nicht berücksichtigen.

Vorsicht: Verdeckte Pflichthinweise sind oft schwer zu erkennen

Oft bemerkt man gar nicht, dass die eigene Website Pflichthinweise verdeckt. Schuld ist das heute übliche responsive Webdesign, das sich an Bildschirmgrößen anpasst.

So kann auf einem Desktop-PC alles ok sein, während auf dem Tablet und auf dem Smartphone die Pflichthinweise verdeckt werden.

So lösen Sie das Problem überraschend einfach

Es gibt einen ganz einfachen Weg, sicherzustellen, dass die Pflichtangaben immer zu lesen sind: Nehmen Sie die Links zum Impressum und zum Datenschutzhinweis einfach in den Content Ihres Cookie-Plugins auf. Dann können die Links selbst dann geklickt werden, wenn das Banner die gesamte Seite verdecken sollte.

Wenn Ihre Webseiten tatsächlich Cookies speichern – zum Beispiel, weil Sie Google Analytics nutzen – dann benötigen Sie auf jeden Fall ein aktuelles Cookie-Consent-Plugin. Ich empfehle Borlabs Cookie [Affiliate-Link] und habe auch einen Artikel zur Einrichtung für Google Analytics geschrieben.

Und wenn Sie noch sicherer gehen wollen, bringen Sie die zwei Pflicht-Links nicht nur im Footer Ihrer Website unter (wie es die meisten machen), sondern zusätzlich auch im oberen Bereich.

Prüfen Sie doch gleich mal, ob Ihre Website sicher ist. Oder lassen Sie mich das beim Website-Check erledigen.

Übrigens: Ich bin Texter, kein Rechtsanwalt. Dieser Artikel ist also keine Rechtsberatung, sondern stellt nur meine persönliche Erfahrung dar.

Wer schreibt hier?

Onlinemarketing-Berater Michael BondzioWEBSITE OPTIMIEREN ist ein Service von Texter Michael Bondzio. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Suchmaschinenoptimierung und Websiteoptimierung. Auf seiner Website bietet er unter anderem einen Website-Check sowie Angebote zur Websiteoptimierung und Suchmaschinenoptimierung.

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