Die richtige Verschlagwortung für Suchmaschinen? Wie das denn?

Man hört es gern mal von Unternehmern mit Flash-Website: “Mein Webdesigner will mir noch die Site verschlagworten, damit es bei Google besser klappt.” Aha.

Im Duden findet man die Begriffe “Verschlagwortung” und “verschlagworten” nicht. Also alles Unfug?

Wikipedia weiß mehr: “Als Indexierung oder auch Verschlagwortung (Österreich: Beschlagwortung) bezeichnet man beim Information Retrieval die Zuordnung von Deskriptoren zu einem Dokument zur Erschließung der darin enthaltenen Sachverhalte.” Alles klar?

Immerhin bringt mich das darauf, was der Webdesigner gemeint hat. Bei der Verschlagwortung werden Begriffe gesucht, die zum Thema der Website passen könnten und diese werden dann in den Meta-Tag Keywords gestopft. Zum Beispiel so: <meta name="keywords" content="Suchwort, Suchbegriff, Schlagwort, schicke Suchphrase, Keyword, etc." />

Auf diese Weise werden gerne endlose Listen untergebracht, die sich dann auf jeder Unterseite der Website wiederholen. Wer besonders gut sein will, packt denselben Inhalt zusätzlich noch in den Meta-Tag Content.

Und was bringt das? Null komma nix. Wenn es nicht sogar nach hinten los geht.

Denn Suchbegriffe in die Meta-Tags zu schreiben und zu hoffen, dass man dann bei Google gefunden wird, ist eine Sache, die schon seit langen Jahren nicht mehr funktioniert.

Es gibt sogar Meinungen, die überzeugt sind, dass Google Websites abstraft, die im Meta-Tag Keywords Begriffe verwenden, die gar nicht im Text der Website vorkommen.

Das heißt, wenn ich den Meta-Tag Keywords überhaupt nutze, solten dort nur die wichtigsten Suchbegriffe stehen, die auch wirklich auf der Site vorkommen. Dasselbe gilt für den Meta-Tag Content.

Begriffe, mit denen man gefunden werden will, müssen in den durch Besucher lesbaren Text der Site und sie müssen im weitesten Sinne mit dem Kernthema der Website zu tun haben. Die Befolgung dieser Regel und guter Content sind der wichtigste Türöffner zum Erfolg bei Google.

Die exzessive Nutzung der Meta-Tags Keywords und Content bringt dagegen wenig bis nichts für den Erfolg einer Website bei Google. Selbst dann nicht, wenn man diese Technik seinen Kunden als Verschlagwortung anpreist und entsprechend berechnet.

Was tut also der Unternehmer am Anfang, wenn er mit seiner Flashsite gefunden werden möchte? Er lässt sich die Site von seinem Webdesigner in ein HTML-Gerüst packen, das Navigation und Texte enthält. Und sucht sich dann einen Texter, der ihm gute suchmaschinenoptimierte Texte liefert, die  auch seine Zielgruppe gerne liest.

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