Ein Online-Shop, der bei Google keine Chance hat

Im Website-Check hatte ich eine Anfrage von einem ganz jungen Online-Shop. Nett gemacht, im Sortiment sind Dekoration, Geschenkartikel, Wohnaccessoires. Aber leider wird der Shop bei Google & Co. nie gut gelistet werden. Das Problem: eine komplett ungeeignete technische Umsetzung, die dazu führt, dass Google nur die Homepage des Shops im Index hat, aber keine einzige Unterseite listet. Nicht mal die Sitemap wird von Suchmaschinen gefunden. Mein Tipp: Backup aller Texte, Produktbeschreibungen und Produktfotos und den Rest des Shops vom Server löschen. Schade um die ganze Arbeit, die die Einrichtung des Shops gemacht hat …

Wer so etwas vermeiden will, sollte von Anfang an darauf achten, dass er nur mit Shopsystemen arbeitet, die suchmaschinenoptimiert sind. Ich persönlich würde zusätzlich auch die Möglichkeit wünschen, möglichst umfangreich selbst in den Shop eingreifen zu können, um z.B. bei Bedarf die Rate der Bestellabbrüche zu reduzieren oder schnell neue gesetzliche Regelungen umzusetzen.

Eines der Shopsysteme, die diese Anforderungen erfüllen, ist osCommerce. osCommerce ist OpenSource, damit kostenlos, trotzdem ist auch damit für einen fertigen suchmaschinenoptimierten und juristisch einwandfreien Shop eine deutliche Investition an Zeit und Geld nötig. (Es gibt sicher noch weitere Empfehlungen zu Shopsystemen für kleine Budgets, wer eine hat, mag sie vielleicht hier in den Kommentaren posten.)

Aber muss es überhaupt am Anfang gleich ein Shopsystem sein? Die ersten Schritte mit einem eigenen Online-Shop lassen sich auch mit einfachen Bestellformularen gehen. Die für die Einrichtung der Technik eingesparte Zeit investiert man besser in überzeugende Produktbeschreibungen und gute Fotos. Denn einzigartige, gute Textinhalte, die sich angenehm lesen und subtil die Bestellung vorbereiten, sind der sicherste Weg, um gute Platzierungen im kostenlosen Listing von Google zu erzielen und Besucher zu Käufern zu machen.

Allzu viele Produkte kann man mit Hilfe von Bestellformularen zwar nicht anbieten. Ich bin aber sowieso überzeugt, dass der Erfolg für Anfänger eher in einer mit einer überschaubaren Anzahl von Produkten intelligent besetzten Marktnische liegt, als in noch einem Vollsortiment-Shop, der gegen Otto und Co. kaum ankommen wird.

2 Responses to “Ein Online-Shop, der bei Google keine Chance hat”


  1. 1 S**

    Du hast Recht.
    I bevorzuge aus jeder Sicht eine Webseite und diese
    wie ein Shop zu gestallten was man ja gut umsetzen kann.
    Einkaufswagen von paypal oder webmart.de
    natürlich gibt noch mehr Anbieter.
    Aus SEO Sicht ist ein Webseitenshop besser als ein Shopsystem.
    Auch ich habe schon Kunden gehabt die mir die Keywörter vorgegeben haben,diese Keywörter hatten kaum Besucher.
    Wenn Webseiten Besitzer sich stur stellen und nicht mitwirken wollen dann mach ich die Optimierung auch nicht.
    Deine Artikel finde ich gut.

  2. 2 Michael Bondzio

    @ SEO: Ich denke nicht, dass Website-Besitzer sich stur stellen, sondern Zusammenhänge manchmal vielleicht nicht einleuchtend erklärt bekommen. Wenn eine vorhandene Keyword-Liste wenig sinnvoll ist, entwickle ich Alternativen und belege auch mit Zahlen (sowie mit simpler Verkäuferlogik), warum diese genutzt werden solten. Das hat bisher eigentlich immer funktioniert.

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